Franken-Derby in Nürnberg

Am Sonntag, den 4.11.2018, fand das Lokal-Derby im Lacrosse der 1. Bayernliga, zwischen der SG Bayreuth/Erlangen und den Nürnberger Wizards, statt. Gespielt wurde auf dem Gelände der Hockey-Gesellschaft Nürnberg im Buchenbühler Weg. Die Partie war durch eine besondere Note geprägt, da beide Teams in der vergangenen Saison unter Erlanger Banner aufgetreten waren und sich als ehemalige Team-Kameraden besonders gut kennen. Um die Derby-Konstellation vollends abzurunden, wurde das Spiel von den Herren der 1. Mannschaft des Erlanger Turnerbunds gepfiffen und somit war die fränkische Lacrosse-Familie vereint.

Angepfiffen wurde pünktlich um 13 Uhr. Nürnberg lief, geschlossen und stark, mit 18 Mann gegen 13 Mann der SG Tribesmen/Bears auf. Das Spiel begann zunächst in der Hälfte der SG und die Mannschaft konnte sich in den ersten 6 Minuten Spielzeit gut gegen die Nürnberger Wizards behaupten. Irgendwann fand der Ball doch seinen Weg an dem sich stark präsentierenden Rookie-Goalie Leon Häfner vorbei und die Heimmannschaft ging in Führung. Die SG ließ sich  zu lange Zeit ins Spiel zu kommen, und gab Nürnberg so die Chance innerhalb des 1. Quarters zwei weitere Male einzunetzen.

Es ging weiter und offensichtlich beflügelte die 3-Tore Führung die starken Gastgeber weiter, weswegen noch mehr gelang als in den ersten 20 Minuten. Die SG war zwar überragend stark bei den Face-Offs und gewann fast jeden Ball, jedoch lief es im Angriff nicht wie gewünscht und es mussten diverse Turn-overs hingenommen werden, die Nürnberg eiskalt und souverän ausnutze.

Mit 9:0 ging es in die Halbzeit und es war klar, dass die SG endlich aufwachen, vorne mit mehr Druck agieren und das Mittelfeld sich in der Rückwärtsbewegung disziplinierter und enger am Gegenspieler halten musste.
Gesagt, getan! Im. 3. Quarter entstanden die meisten Drives aufs gegnerische Tor und neben einer viel stärkeren Defensive und Tim Hadraschek gelang es, den Wizard-Goalie auszuspielen. So fiel endlich der erste Treffer für die “Tribesbears”. Auch unsere Rookies gaben sich stark und versuchten einige Male den Ball zu versenken, es fehlten jedoch häufig ein paar Zentimeter oder eben das bekannte Quäntchen Glück zum Erfolg. Nach Ablauf der 20 Minuten ging es dann mit einer Quarterbilanz von 3:1 in die 3-minütige Pause vor dem letzten Viertel.

Spätestens jetzt merkte man, dass die SG Bayreuth/Erlangen 5 Paar Beine weniger auf dem Platz hatte, denn die Kräfte schwanden minütlich. Nürnberg konnte somit noch mal seine technische und taktische Überlegenheit im Angriff ausnutzen und legte weiter nach. Jedoch sah auch die SG noch ein mal eine Chance, die daraufhin auch prompt durch den Erlanger Henrik Kuske, nach Vorlage von Felix Graf aus Bayreuth, verwertet wurde. Das Endergebnis wurde damit zwar nicht mehr groß geändert, jedoch war das Tor wichtig für den Team-Spirit und den Zusammenhalt; es war zu sehen, dass aus den großen Mühen auch Ergebnisse resultieren können.

Rückblickend auf das Spiel, den Gegner und den eigenen Kampf kann man sagen, dass der Endstand von 17:2 definitiv nicht repräsentativ für die Leistung der Spielgemeinschaft ist. In der kommenden Woche wird sich noch mal auf die individuelle Stärke konzentriert und beim Hinrunden-Abschluss am nächsten Wochenende in München alles abgerufen, in der Hoffnung mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen.